Besser als vorher erwartet startete Penigs Oberligasechser in die Saison 2011/2012. Einen verdienten aber in der Höhe etwas zu deutlich klingenden 9:4 Erfolg konnten die Mannen um Kapitän Wolf verbuchen.
Die taktische Doppelaufstellung zeigte gleich zu Beginn Wirkung, Gerbig/Scior gewannen recht sicher gegen Köhler/Richter, während Jelinek/Roman gegen eines der stärksten Doppel der Liga, Vytejcek/Bilek, 0:3 verloren. In der von Fehlern auf beiden Seiten geprägten dritten Doppelpartie setzten sich Winkler/Wolf gegen Schmidt/Radecker in fünf Sätzen durch, die 2:1 Führung war perfekt.
Das Peniger Spitzenpaarkreuz ging nun motiviert an die Tische. Zwischenzeitlich lag Gerbig gegen Köhlöer schon nach Sätzen 0:2 hinten, doch der Sachsenmeister aus der Muldestadt drehte die Partie, indem er sein Spiel taktisch änderte. Roman zeigte eine sehr gute Leistung gegen die tschechische Nummer eins der Gastgeber, er besiegte Vytejcek in fünf Sätzen.
In der Mitte und unten teilten sich beide Teams alles Zählbare. Wolf konnte Bilek zwar den ersten Satz stehlen und auch in den anderen Durchgängen zumindest gut mithalten, am Ende stand aber ein 1:3 Mißerfolg zu Buche. Besser machte es Winkler gegen Radecker, nach einem Verlängerungskrimi des Entscheidungssatzes mit vergebenen Matchbällen auf beiden Seiten ballte am Ende der Peniger die Siegesfaust. Unten stach Jelinek zu, sein Gegner Richter hatte zu keinem Zeitpunkt auch nur ansatzweise ein Mittel gegen die Kombination aus Flatterbällen und Vorhandtopspins. Scior sicherte sich gegen Almeister Schmidt zwar Satz Nummer eins, ließ sich in der Partie aber mehr und mehr das Heft aus der Hand nehmen und so kam was kommen musste, eine 1:3 Niederlage.
Der Zwischenstand vor Runde zwei war demnach 6:3 für den TSV Penig. Eine Glanzleistung der beiden Peniger Spitzen brachte nun auch schon die Vorentscheidung. Gerbig lag Vytejceks Spiel deutlich besser, ein deutliches 3:0 war die Folge. Auch Roman hate mit Youngster Köhler weniger Probleme als im ersten Spiel und punktete 3:1. Gegen Bilek sah nun auch Winkler alt aus, doch Wolf konnte in einem erneuten Fünfsatzkrimi mit Radecker in der Nebenrolle den Sack zum 9:4 zubinden.
Wer nun meint, das wäre eine deutliche Angelegenheit gewesen, sei darauf hingewiesen, dass Routinier Schmidt gegen Jelinek bereits auf der Überholspur Fahrt aufgenommen hatte und im Hinterkopf der Peniger ein hoffnungsloses Entscheidungsdoppel herumschwebte. Einzige Siegchance wäre möglicherweise ein Pünktchen von Scior gegen Richter gewesen, der sich aber wohl gerade in solchen Situationen als äußerst unbequemer Gegner herausstellen kann. Außerdem wurde beim Unterschreiben des Spielberichtsbogens festgestelltr, dass alle sechs Fünfsatzspiele der Begegnung zu Gunsten des TSV ausgingen. Somit bleibt festzustellen, dass die Freiberger den Tabellen-Doppelpunkt auf Augenhöhe gegen einen etwas glücklicheren und dennoch starken Oberliganeuling abtreten mussten.

Punkteverteilung:
Gerbig: 2,5
Roman: 2
Winkler: 1,5
Wolf: 1,5
Jelinek: 1
Scior: 0,5

Erfolgreichster Spieler der Gastgeber war Bilek, der an drei der vier Freiberger Punkten beteiligt war. Altmeister Schmidt sorgte für den vierten Zähler der Kreisstädter.